Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 79.100 Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse positiv beschieden – ein Anstieg von 21 % im Vergleich zum Vorjahr (2023: 65.300). Seit Beginn der gemeinsamen Erfassung im Jahr 2016 hat sich die Zahl der Anerkennungen mehr als verdreifacht (2016: 26.200). Mit 9.200 Anerkennungen blieb die Türkei im Jahr 2024 der am häufigsten vertretene Ausbildungsstaat. Bemerkenswert ist der deutliche Anstieg der Anerkennungen aus der Ukraine, die 2023 noch auf Rang 7 lag, jedoch 2024 auf Platz 2 vorrückte. Insgesamt stammten 87 % der positiv beschiedenen Anträge aus Drittstaaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Das im Jahr 2020 eingeführte beschleunigte Fachkräfteverfahren ermöglichte 4.900 Anerkennungen von Berufsqualifikationen aus Drittstaaten.
Frauen stellten 59 % der Anträge, Männer 41 %. Die Mehrheit der Anerkennungen (83 %) erfolgte nach Bundesrecht, 17 % nach Landesrecht. Der Beruf der Pflegefachfrau/-mann bleibt nach wie vor der am häufigsten anerkannte Abschluss. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen für den deutschen Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung.
Weitere Informationen gibts beim Statistischen Bundesamt.
