Das IQ Netzwerk Brandenburg

Das IQ Netzwerk Brandenburg hat das Ziel, die Arbeitsmarktintegration von erwachsenen Migrantinnen und Migranten im Land Brandenburg zu verbessern. An diesem Ziel arbeiten zurzeit insgesamt 16 Teilprojekte mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielgruppen mit.

Schwerpunkte unseres Netzwerks sind:

  • Beratung zu Fragen der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen und zu Qualifizierungsangeboten
  • Qualifizierungsmaßnahmen für Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen und Kompetenzfeststellung
  • Interkulturelle Öffnung in Arbeitsmarktinstitutionen und Förderung der interkulturellen Kompetenz der Beratungsfachkräfte
  • Qualifizierung von migrantischen Unternehmen
  • Fortbildungen zum Arbeitsmarkt für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Migrationssozialarbeit
  • Faire Integration Brandenburg (Beratung zum Arbeitsrecht für Geflüchtete und Personen, die nicht aus der EU kommen)
  • Informationszentren für Fachkräfteeinwanderung

Das IQ Netzwerk Brandenburg ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). 

Kontakt:

Koordinierungsstelle

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg
Referat Arbeitsförderung und Fachkräfte
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Franziska Lohse (Projektleitung)
Tel.: (0331) 866-1976
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: franziska.lohse(at)mwae.brandenburg(dot)de

Lena Haselhorst (Stellvertretende Projektleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Begleitung der Informationszentren für Fachkräfteeinwanderung) - in Mutterschutz/Elternzeit
Tel.: (0331) 866-1974
E-Mail: lena.haselhorst(at)mwae.brandenburg(dot)de

N.N. (Finanzcontrolling)
Tel.: N.N.
E-Mail: N.N.

Jacob Seyffert (Öffentlichkeitsarbeit, Begleitung der Anerkennungsberatungsstellen und Faire Integration)
Tel.: (0331) 866-1910
E-Mail: jacob.seyffert(at)mwae.brandenburg(dot)de 

Kathleen Schäffer (Begleitung der Qualifizierungsprojekte, Finanzen)
Tel.: (0331) 866-1978
E-Mail: kathleen.schaeffer(at)mwae.brandenburg(dot)de

Martin Woithe (Begleitung der Qualifizierungsprojekte, Finanzen)
Tel.: (0331) 866-1979
E-Mail: martin.woithe(at)mwae.brandenburg(dot)de

N.N (Qualitätssicherung, Begleitung der TP Interkulturelle Öffnung, Migrantenökonomie, Fortbildungen zum Arbeitsmarkt für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren)

Kerstina Grunow (Bewilligung, Verwendungsnachweisprüfung/ Finanzen)
Tel.: (0355) 49917 115
E-Mail: kerstina.grunow(at)mwae.brandenburg(dot)de

Wir möchten uns weiter verbessern und freuen uns über Ihr Feedback!

Schreiben Sie uns unter iq-brandenburg(at)mwae.brandenburg(dot)de oder auf Facebook.

 

IQ Netzwerk Brandenburg auf Facebook:

www.facebook.com/IQNetzwerkBrandenburg/

Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

In Deutschland lebten 2019 rund 21,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht 26,0 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Viele Faktoren führen dazu, dass Menschen mit Migrationsgeschichte etwa doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind wie Personen ohne Migrationshintergrund. In den vergangenen Jahren verzeichnet Deutschland eine wachsende Neuzuwanderung – insbesondere aus den EU-Ländern und den Krisenregionen der Welt. Viele von ihnen verfügen über berufliche Bildungsabschlüsse oder andere wertvolle Qualifikationen, die hierzulande oft nicht anerkannt werden. Gleichzeitig werden Fachkräfteengpässe in Deutschland immer spürbarer.

Der Auftrag des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Vor diesem Hintergrund müssen alle Potenziale, insbesondere auch die von Menschen mit Migrationsgeschichte, aktiviert werden. Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" arbeitet seit 2005 an der Zielsetzung, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Von zentralem Interesse ist, dass im Ausland erworbene Berufsabschlüsse – unabhängig vom Aufenthaltstitel – häufiger in eine bildungsadäquate Beschäftigung münden.

Die Wahrnehmung von Menschen mit Migrationshintergrund ist häufig defizitär geprägt. Nicht nur für eine vielfältige Gesellschaft ist es wichtig, den Blick für die Potenziale von Zugewanderten zu schärfen und Diskriminierungen abzubauen, sondern auch für eine gelingende Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund. Interkulturelle Kompetenz bei den Arbeitsmarktakteuren aufzubauen und zu verankern, ist daher nach wie vor ein zentrales Anliegen des Förderprogramms IQ.

Das in allen 16 Bundesländern mit etwa 380 Teilprojekten aktive Förderprogramm IQ hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Adresse für Zugewanderte und Geflüchtete erwiesen, die eine Arbeitsmarktintegration anstreben. Es wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

In der Förderrunde 2019-2022 kommt zu den etablierten Angeboten ein neuer Handlungsschwerpunkt hinzu: der Auf- und Ausbau regionaler Fachkräftenetzwerke. Dadurch werden die beiden Ziele der Bundesregierung, die Potenziale hier lebender Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen besser zu nutzen und mehr Fachkräftezuwanderung zu ermöglichen, nachhaltig verfolgt.

Insgesamt arbeitet das Förderprogramm in vier Handlungsschwerpunkten:

Anerkennungsberatung

Mit der Anerkennungsberatung unterstützt das Förderprogramm IQ Menschen mit ausländischen Qualifikationen bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Im Zentrum steht die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Etwa 100 IQ Beratungsstellen unterstützen die Ratsuchenden auf ihrem Weg in und durch das Anerkennungsverfahren und informieren über passende Anpassungsqualifizierungen bzw. Ausgleichsmaßnahmen. Mit der neuen Programmlinie „Faire Integration“ gibt es in allen Bundesländern Beratungsstellen, die Geflüchtete bei sozial- und arbeitsrechtlichen Fragestellungen beraten und unterstützen.

Qualifizierungsmaßnahmen im Kontext des Anerkennungsgesetzes

Die Teilprojekte im zweiten Handlungsschwerpunkt des Förderprogramms IQ bieten Anpassungsqualifizierungen, um die volle Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu unterstützen. Die für eine volle Gleichwertigkeit in reglementierten Berufen notwendigen Qualifikationen können durch Qualifizierungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Zudem werden für Akademikerinnen bzw. Akademiker aus nichtreglementierten Berufen Brückenmaßnahmen für eine der Qualifikation entsprechenden Beschäftigung angeboten.

Interkulturelle Kompetenzentwicklung der zentralen Arbeitsmarktakteure

Im dritten Schwerpunkt bietet das Förderprogramm IQ Trainings und Beratungen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung in Jobcentern, Agenturen für Arbeit, kommunalen Verwaltungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen und deren Verbänden an. Ziel ist es, interkulturell zu sensibilisieren, interkulturelle Öffnungsprozesse anzustoßen und Diskriminierungen abzubauen.

Regionale Fachkräftenetzwerke – Einwanderung

Mit dem vierten Handlungsschwerpunkt werden seit 2019 bestehende Netzwerke der Fachkräftesicherung durch zielgruppenspezifische Expertise unterstützt sowie vorhandene Initiativen und Akteure im Bereich der Fachkräftesicherung zusammengeführt. Es sollen regional und lokal abgestimmte Konzepte zur Fachkräftesicherung etabliert sowie Angebote der arbeitsmarktlichen und gesellschaftlichen Integration für Zugewanderte besser verzahnt werden.

Die Struktur des Förderprogramms IQ

Die regionale Umsetzung des Förderprogramms ist zentrale Aufgabe der 16 Landesnetzwerke. Sie werden jeweils von einer Landeskoordinierung geleitet und umfassen weitere operative Teilprojekte. Sie bieten die flächendeckende Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Ratsuchende mit ausländischen Qualifikationen an, entwickeln bedarfsorientiert Anpassungsqualifizierungen und setzen diese um. Darüber hinaus übernehmen sie Servicefunktionen für Arbeitsmarktakteure, indem sie diese über Informationen, Beratungen und Trainings für die spezifischen Belange von Migrantinnen und Migranten sensibilisieren und fachliches Know-how vermitteln.

Neben den Landesnetzwerken gibt es fünf IQ Fachstellen, die bundesweit migrationsspezifische Themen bearbeiten. Sie übernehmen die fachliche Beratung und Begleitung der Landesnetzwerke. Sie entwickeln Qualifizierungsmaßnahmen, Instrumente und Handlungsempfehlungen zur beruflichen Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte. Darüber hinaus tragen sie die Verantwortung für eine fachlich fundierte Beratung von Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Das kann die Konzeption von Qualitätsstandards, von Qualifizierungen und Schulungsmaterialien oder die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse umfassen.

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