Das IQ Netzwerk Brandenburg

Das IQ Netzwerk Brandenburg hat das Ziel, die Arbeitsmarktintegration von erwachsenen Migrantinnen und Migranten im Land Brandenburg zu verbessern. An diesem Ziel arbeiten zurzeit insgesamt 14 Teilprojekte mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielgruppen mit.

Schwerpunkte unseres Netzwerks sind:

  • Beratung zu Fragen der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen und zu Qualifizierungsangeboten
  • Qualifizierungsmaßnahmen für Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen und Kompetenzfeststellung
  • Interkulturelle Öffnung in Arbeitsmarktinstitutionen und Förderung der interkulturellen Kompetenz der Beratungsfachkräfte
  • Qualifizierung von migrantischen Unternehmen
  • Fortbildungen zum Arbeitsmarkt für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Migrationssozialarbeit
  • Faire Integration Brandenburg (Beratung zum Arbeitsrecht für Geflüchtete und Personen, die nicht aus der EU kommen)
  • Informationszentren für Fachkräfteeinwanderung

Das IQ Netzwerk Brandenburg ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). 

Kontakt:

Koordinierungsstelle

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg
Referat Arbeitsförderung und Fachkräfte
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Dina Ulrich (Projektleitung)
Tel. (0331) 866-1971
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: dina.ulrich(at)mwae.brandenburg(dot)de  

Lena Haselhorst (Stellvertretende Projektleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Begleitung des TP Informationszentrum für Fachkräfteeinwanderung)
Tel.: (0331) 866-1974
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: lena.haselhorst(at)mwae.brandenburg(dot)de

Oliver Döring (Finanzcontrolling)
Tel.: (0331) 866-1979
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: oliver.doering(at)mwae.brandenburg(dot)de

Franziska Lohse (Begleitung der Anerkennungsberatungsstellen und Faire Integration, Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: (0331) 866-1976
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: franziska.lohse(at)mwae.brandenburg(dot)de

Kathleen Schäffer (Begleitung der Qualifizierungsprojekte, Finanzen) - in Elternzeit bis Oktober 2021

Vertretung durch:
Tamara Lukashenko
Telefon: (0331) 866-1973
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: tamara.lukashenko@mwae.brandenburg.de

Annabell Ertel (Qualitätssicherung, Begleitung der TP Interkulturelle Öffnung, Migrantenökonomie, Fortbildungen zum Arbeitsmarkt für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren)
Telefon: (0331) 866-1975
Fax: (0331) 866-1908
E-Mail: annabell.ertel(at)mwae.brandenburg(dot)de

Kerstina Grunow (Bewilligung und Verwendungsnachweisprüfung)
Telefon: (0355) 2893-384
E-Mail: kerstina.grunow(at)lasv.brandenburg(dot)de

Tamara Lukashenko (Bewilligung und Verwendungsnachweisprüfung)
Telefon: (0355) 2893-161
E-Mail: tamara.lukashenko(at)lasv.brandenburg(dot)de

Wir möchten uns weiter verbessern und freuen uns über Ihr Feedback!

Schreiben Sie uns unter iq-brandenburg(at)mwae.brandenburg(dot)de oder auf Facebook.

 

IQ Netzwerk Brandenburg auf Facebook:

www.facebook.com/IQNetzwerkBrandenburg/

Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

In Deutschland lebten 2019 rund 21,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht 26,0 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Viele Faktoren führen dazu, dass Menschen mit Migrationsgeschichte etwa doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind wie Personen ohne Migrationshintergrund. In den vergangenen Jahren verzeichnet Deutschland eine wachsende Neuzuwanderung – insbesondere aus den EU-Ländern und den Krisenregionen der Welt. Viele von ihnen verfügen über berufliche Bildungsabschlüsse oder andere wertvolle Qualifikationen, die hierzulande oft nicht anerkannt werden. Gleichzeitig werden Fachkräfteengpässe in Deutschland immer spürbarer.

Der Auftrag des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Vor diesem Hintergrund müssen alle Potenziale, insbesondere auch die von Menschen mit Migrationsgeschichte, aktiviert werden. Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" arbeitet seit 2005 an der Zielsetzung, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Von zentralem Interesse ist, dass im Ausland erworbene Berufsabschlüsse – unabhängig vom Aufenthaltstitel – häufiger in eine bildungsadäquate Beschäftigung münden.

Die Wahrnehmung von Menschen mit Migrationshintergrund ist häufig defizitär geprägt. Nicht nur für eine vielfältige Gesellschaft ist es wichtig, den Blick für die Potenziale von Zugewanderten zu schärfen und Diskriminierungen abzubauen, sondern auch für eine gelingende Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund. Interkulturelle Kompetenz bei den Arbeitsmarktakteuren aufzubauen und zu verankern, ist daher nach wie vor ein zentrales Anliegen des Förderprogramms IQ.

Das in allen 16 Bundesländern mit etwa 380 Teilprojekten aktive Förderprogramm IQ hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Adresse für Zugewanderte und Geflüchtete erwiesen, die eine Arbeitsmarktintegration anstreben. Es wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

In der Förderrunde 2019-2022 kommt zu den etablierten Angeboten ein neuer Handlungsschwerpunkt hinzu: der Auf- und Ausbau regionaler Fachkräftenetzwerke. Dadurch werden die beiden Ziele der Bundesregierung, die Potenziale hier lebender Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen besser zu nutzen und mehr Fachkräftezuwanderung zu ermöglichen, nachhaltig verfolgt.

Insgesamt arbeitet das Förderprogramm in vier Handlungsschwerpunkten:

Anerkennungsberatung

Mit der Anerkennungsberatung unterstützt das Förderprogramm IQ Menschen mit ausländischen Qualifikationen bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Im Zentrum steht die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Etwa 100 IQ Beratungsstellen unterstützen die Ratsuchenden auf ihrem Weg in und durch das Anerkennungsverfahren und informieren über passende Anpassungsqualifizierungen bzw. Ausgleichsmaßnahmen. Mit der neuen Programmlinie „Faire Integration“ gibt es in allen Bundesländern Beratungsstellen, die Geflüchtete bei sozial- und arbeitsrechtlichen Fragestellungen beraten und unterstützen.

Qualifizierungsmaßnahmen im Kontext des Anerkennungsgesetzes

Die Teilprojekte im zweiten Handlungsschwerpunkt des Förderprogramms IQ bieten Anpassungsqualifizierungen, um die volle Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu unterstützen. Die für eine volle Gleichwertigkeit in reglementierten Berufen notwendigen Qualifikationen können durch Qualifizierungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Zudem werden für Akademikerinnen bzw. Akademiker aus nichtreglementierten Berufen Brückenmaßnahmen für eine der Qualifikation entsprechenden Beschäftigung angeboten.

Interkulturelle Kompetenzentwicklung der zentralen Arbeitsmarktakteure

Im dritten Schwerpunkt bietet das Förderprogramm IQ Trainings und Beratungen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung in Jobcentern, Agenturen für Arbeit, kommunalen Verwaltungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen und deren Verbänden an. Ziel ist es, interkulturell zu sensibilisieren, interkulturelle Öffnungsprozesse anzustoßen und Diskriminierungen abzubauen.

Regionale Fachkräftenetzwerke – Einwanderung

Mit dem vierten Handlungsschwerpunkt werden seit 2019 bestehende Netzwerke der Fachkräftesicherung durch zielgruppenspezifische Expertise unterstützt sowie vorhandene Initiativen und Akteure im Bereich der Fachkräftesicherung zusammengeführt. Es sollen regional und lokal abgestimmte Konzepte zur Fachkräftesicherung etabliert sowie Angebote der arbeitsmarktlichen und gesellschaftlichen Integration für Zugewanderte besser verzahnt werden.

Die Struktur des Förderprogramms IQ

Die regionale Umsetzung des Förderprogramms ist zentrale Aufgabe der 16 Landesnetzwerke. Sie werden jeweils von einer Landeskoordinierung geleitet und umfassen weitere operative Teilprojekte. Sie bieten die flächendeckende Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Ratsuchende mit ausländischen Qualifikationen an, entwickeln bedarfsorientiert Anpassungsqualifizierungen und setzen diese um. Darüber hinaus übernehmen sie Servicefunktionen für Arbeitsmarktakteure, indem sie diese über Informationen, Beratungen und Trainings für die spezifischen Belange von Migrantinnen und Migranten sensibilisieren und fachliches Know-how vermitteln.

Neben den Landesnetzwerken gibt es fünf IQ Fachstellen, die bundesweit migrationsspezifische Themen bearbeiten. Sie übernehmen die fachliche Beratung und Begleitung der Landesnetzwerke. Sie entwickeln Qualifizierungsmaßnahmen, Instrumente und Handlungsempfehlungen zur beruflichen Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte. Darüber hinaus tragen sie die Verantwortung für eine fachlich fundierte Beratung von Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Das kann die Konzeption von Qualitätsstandards, von Qualifizierungen und Schulungsmaterialien oder die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse umfassen.

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IQ Prozesskette – Ideale Vernetzung

Das im Netzwerk IQ entwickelte Modell einer "Prozesskette der beruflichen Integration" sieht die arbeitsteilige Zusammenarbeit unterschiedlicher lokaler Akteure vor. Dieses Modell ist ein zentraler Referenzrahmen der Arbeit im Netzwerk IQ geworden. Ziel ist dabei, Menschen mit Migrationshintergrund so zu unterstützen, dass sie notwendige und passgenaue Unterstützung erhalten, damit die berufliche Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Denn berufliche Integration verläuft erfolgreicher, wenn sich Arbeitsmarktakteure vor Ort vernetzen und gemeinsam für Integrationsaufgaben einsetzen

Die Prozesskette definiert fünf idealtypische Phasen, die für eine berufliche Integration wichtig sind und zu denen Angebote bereitgehalten werden sollten:

  • Zugang, Ansprache, Information
  • Berufliche Orientierung und Planung
  • Umsetzung und Qualifizierung
  • Einstieg in die Erwerbstätigkeit
  • Erwerbstätigkeit sichern und entwickeln

 

Die Phase "Zugang, Ansprache und Information" ...

... steht für den Zugang von erwachsenen Migrantinnen und Migranten zu Informationen. Sei es für einen beruflichen Einstieg, einen Wiedereinstieg aus der Arbeitslosigkeit oder die berufliche Weiterentwicklung. Es geht beispielsweise um Informationen zu ausländerrechtlichen Bestimmungen oder zu den Spielregeln des hiesigen Arbeitsmarktes oder um Formalitäten, die bei der Arbeitsplatzsuche und bei Bewerbungen zu beachten sind. Auch der Zugang zu Informationen über Angebote zur Qualifizierung oder Sprachkurse gehört zu dieser Phase. Eine verbesserte Ansprache und Information kann zum Beispiel durch niedrigschwellige Informationsangebote oder die Zusammenarbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Migrantenorganisationen geschehen.

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Die Phase "berufliche Orientierung und Planung"...

... zielt darauf ab, erwachsenen Migrantinnen und Migranten eine vertiefte Orientierung über berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven zu geben. In dieser Phase kommen daher Angebote zur beruflichen Beratung, zur Kompetenzfeststellung und zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zum Einsatz. Dabei werden beispielsweise Instrumente und Methoden angewendet, um nach passenden, entwicklungsfördernden und existenzsichernden Arbeitsplätzen zu suchen, oder um konkrete berufliche Perspektiven zu entwickeln.

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In der Phase "Umsetzung und Qualifizierung" ...

... geht es darum, mit Hilfe von Qualifizierungen die individuellen Chancen von Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Das kann durch Trainingsmaßnahmen, Berufsbezogene Deutschkurse, Anpassungs- und Nachqualifizierungen oder auch durch abschlussorientierte Weiterbildungsangebote geschehen. Mitunter sind hierzu Weiterbildungsbegleitende Hilfen ein geeignetes Instrument, um Bildungserfolge sicherzustellen oder die Verknüpfung von fachlichen Qualifizierungen mit berufsbezogenen Deutschkursen.

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Der "Einstieg in die Erwerbstätigkeit" bezeichnet die Phase ...

... des Übergangs in eine abhängige oder selbstständige Erwerbstätigkeit. Dabei sind für Migrantinnen und Migranten Bewerbungs- und Vermittlungsangebote wichtig oder auch die Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsplätzen. Die Ansprache und Sensibilisierung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber spielt hier ebenfalls eine entscheidende Rolle, denn Bestandteil dieser Phase ist es auch, die Bereitschaft von Unternehmen zu fördern, Migrantinnen und Migranten einzustellen.

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Die Phase "Erwerbstätigkeit sichern und entwickeln" ...

... zielt darauf, eine abhängige oder selbstständige Erwerbstätigkeit zu sichern und weiterzuentwickeln - unabhängig von staatlichen Transferleistungen. In dieser Phase sind beispielsweise betriebliche Qualifizierungsangebote von Bedeutung oder Beratungsangebote, um Existenzgründungen zu stabilisieren.

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