Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung. Erklärung des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit

Zu den Zielen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung und des Netzwerks IQ gehört es, für Vielfalt und gegen Diskriminierung einzutreten. Dieser Zielsetzung fühlen sich die Träger der Vorhaben auch in der laufenden Förderrunde 2023 bis 2025 verpflichtet. Die 2022 aktualisierte Publikation zum IQ Selbstverständnis "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" finden Sie hier zum Download.

Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung sind Bedrohungen für eine freie, plurale und vielfältige Gesellschaft, gefährden den Zusammenhalt und verursachen bei betroffenen Menschen viel Leid. Neben den massiven Folgen für jede betroffene Person hat dies hat auch konkrete Auswirkungen auf unsere Gesellschaft als Ganzes: Dringend auf dem deutschen Arbeitsmarkt benötigte Fachkräfte mit einer Qualifikation aus dem Ausland werden möglicherweise deshalb gar nicht erst nach Deutschland einwandern oder die Bundesrepublik wieder verlassen, weil sie sich hier nicht sicher fühlen.

Entscheidend ist es daher, dass in breiten gesellschaftlichen Schichten ein Bewusstsein für eine Solidarität mit Menschen entwickelt wird, die von diesen Bedrohungen betroffen sind. "Antidiskriminierung" ist ein zentrales Ziel des Förderprogramms IQ. Dafür werden von den rund 270 IQ Teilvorhaben zahlreiche Maßnahmen gegen jede Form der Diskriminierung ergriffen. Dies reicht vom Abbau von Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationsgeschichte zum Arbeitsmarkt über Empowerment für gesamtgesellschaftliche Teilhabe und individuelle Selbstbestimmung, das Kennenlernen der eigenen Rechte auf dem Arbeitsmarkt und im Arbeitsverhältnis bis hin zum diskriminierungsfreien Sprachgebrauch. Gleichzeitig wirken die IQ Mitarbeitenden im Kontakt mit den Zielgruppen wie Unternehmen, Behörden und Verwaltungen als Multiplikator*innen. Dies ist von großer Bedeutung, damit eingewanderte Menschen mit Migrationsgeschichte ein selbstbestimmtes, produktives, würdevolles Leben führen können.

Das Förderprogramm IQ ist auf allen Ebenen der Antidiskriminierung verpflichtet und handelt entsprechend. Es sieht seinen Auftrag darin, selbst einen Beitrag zu einer Gesellschaft ohne Diskriminierung zu leisten. Und es ist glaubwürdig, indem es praktiziert, was es seinen Zielgruppen zu vermitteln sucht.


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Das Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit.