Steinbach: „Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in Brandenburg geht dank Förderprogramm ‚Integration durch Qualifizierung‘ voran“

Arbeitsmarktzahlen für Januar liegen vor – Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent

Anlässlich des von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktberichts für den Monat Januar erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach: „Der Arbeitsmarkt im Land Brandenburg zeigt sich erfreulich robust. Das liegt unter anderem daran, dass die Arbeitsmarktintegration von Migranten vorangeht. Um Fachkräfteengpässen mithilfe von Menschen aus dem Ausland zu begegnen, sind insbesondere Qualifizierungen und Sprachkurse wichtig. Diese und weitere Maßnahmen können insbesondere mithilfe des Förderprogramms ‚IQ − Integration durch Qualifizierung‘ durchgeführt werden. Auch mittels dieser Förderung konnten wir zahlreiche Migrantinnen und Migranten als Arbeitskräfte für Brandenburg gewinnen, ihnen aber auch in vielen Fällen den Sprung von Hilfs- zu Fachkrafttätigkeiten ermöglichen.“

In Brandenburg wird die Arbeitsmarktintegration insbesondere durch die seit einem Jahr laufenden Qualifizierungsprojekte des Regionalen Integrationsnetzwerks Brandenburg verbessert. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 165 Personen qualifiziert und begleitet.

Zu den erfolgreichen Maßnahmen gehört das Projekt „Dual anerkannt!“ der IHK-Projektgesellschaft Frankfurt (Oder). Hierdurch konnte unter anderem eine Friseurmeisterin polnischer Herkunft ein Ausbildereignungsverordnungs- und Existenzgründerseminar absolvieren und damit die volle Gleichwertigkeit erhalten sowie im Ergebnis ihren Friseursalon eröffnen. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel stellt ein aus Syrien stammender Anästhesist dar, für den die IQ-Servicestelle „Begleitet. Qualifiziert. Anerkannt“ des Kontakt Eberswalde e.V. einen 17 Monate dauernden Anpassungslehrgang mit einer Fachschule abstimmte, die Finanzierung sicherte und bei der Suche nach Praktikumsplätzen in Kliniken half, so dass der Geförderte im Ergebnis eine Anstellung als Anästhesieassistent finden konnte.

Das Regionale Integrationsnetzwerk Brandenburg wird im Rahmen des Förderprogramms „IQ − Integration durch Qualifizierung“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit.

Aus dem Arbeitsmarktbericht:

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Januar 2024 in Brandenburg 84.818 Menschen arbeitslos, davon 36.688 Frauen (43,3 Prozent) und 48.130 Männer (56,7 Prozent). Das sind 5.373 Personen mehr als im Dezember 2023 und 3.426 mehr als im Januar 2023.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 5,5 Prozent auf 7.020 gestiegen. Die Zahl der älteren Arbeits­losen im Alter von 50 Jahren und älter ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent auf 5.004 gestiegen.


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Das Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit.